Winkltours goes Helsinki und Tallinn with Friends
von 05. bis 08.05.2016
mit den Tichys und Johanna, Sylvi, Rainer, Angie, Sabine und Brigitte
Ausarbeitung der Tour: ich selbst

Meine Reisegruppe :-)

1. Tag in Helsinki: Ankunft und Stadtbesichtigung

Winkltours war wieder in Action. Es standen 4 Städte zur Auswahl: Kotor, Rotterdam, Riga und Helsinki. Sieger wurde die finnische Hauptstadt Helsinki. So fuhren Brigitte und ich Donnerstagfrüh nach München zum Flughafen, nachdem wir unsere kleine Maus bei Opa und Omi abgeliefert hatten. Mit einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns von unserem Engel, aber Emma war in guten Händen und wir wussten das sie auch ohne uns riesig Spaß hatte. Wir hatten nur Rucksäcke dabei und mussten somit keine Koffer abgeben. Flugtickets hatte ich am Tag davor online ausgedruckt und konnten deshalb gleich zum gemütlichen Teil übergehen. Wir trafen uns mit den Anderen im Airbräu, wo schon viele Väter den Vatertag feierten. Mit dabei waren dieses Mal unsere Freunde die Tichys mit der kleinen Johanna und Sylvi, Rainer, Angie und Sabine. Nach 2 Bier und Weißwürstl sah die Welt schon mal viel lustiger aus :-) Wir marschierten dann zum Gate und kurz darauf saßen wir auch schon im Flieger von Finnair. Nach 2 Stunden 20 Minuten Flug landeten wir mit einer Stunde Zeitverschiebung um 15:40 Uhr in der finnischen Hauptstadt. Das Wetter war traumhaft. Sonne, blauer Himmel und 22 Grad, mehr geht nicht. Unkompliziert war der Transfer in die Stadtmitte. Der Finnairbus stand direkt vor dem Terminal und brachte uns innerhalb 30 Minuten bis zum Hauptbahnhof im Zentrum. Nur ein paar Gehminuten entfernt fanden wir unser 4 Sterne Hotel das Radisson Blue. Die Zimmer waren super geräumig und schön.

Erste Erkundungstour am Abend:

Kurze Dusche und schon konnte die erste Erkundungstour starten. Nach ein paar Straßen erreichten wir die Alte Kirche, eine populäre Hochzeitskirche. Von hier marschierten wir in Richtung Westen. Auf der linken Seite kamen wir am größten Kaufhaus Skandinaviens vorbei, dem Stockmanns. Was Stockmann nicht hat, das braucht man auch nicht, heißt es in Helsinki :-) Gleich hinter dem Kaufhaus erreichten wir den Esplanandenpark, grüne Oase, Shoppingmeile, Ruhepol im urbanen Innenstadtleben. Der Park erstrahlte so richtig schön im Sonnenschein. Im Anschluss steht der Havis-Amanda Springbrunnen aus 1908 mit einer Meerjungfrau, einer der beliebtesten Kunstwerke der Hauptstädter. Und schon waren wir am Hafen mit dem Marktplatz und der alten Markthalle. Vor uns sahen wir das Finnair Riesenrad und gleich daneben die Uspenski Kathedrale aus 1868. Das Bauwerk ist die größte orthodoxe Kirche im nordwestlichen Europa. Wir stiegen zu der Kirche hoch. Da sie leider geschlossen war, konnten wir sie nur von außen besichtigen. Mich beeindruckte dieses russische Bauwerk mit seinen roten Backsteinen und 13 vergoldeten Kuppeln. Mittlerweile war es schon später am Abend geworden, trotzdem schien noch immer die Sonne und es war hell. Auch Johanna schlug sich tapfer und machte die Sightseeingtour ohne Murren und Meckern mit. Wir beschlossen nun endlich ein Lokal zum Abendessen zu suchen und wurden nördlich der Kathedrale auch fündig. In einem gemütlichen Restaurant gab es Burger, Fisch und Steak, dazu einen Cider. Alkoholische Getränke waren hier ziemlich teuer. Teilweise über 10 Euro für eine Halbe Bier. Auch das Essen war nicht gerade billig, unter 20 Euro fanden wir fast kein Gericht. Aber was solls, wir sind ja nur einmal im Urlaub. Grins… Unser letztes Ziel des heutigen Tages war noch der imposante Dom und Senatsplatz. Um halb 10 Uhr wurde es langsam dunkel. Der Dom aus dem Jahre 1852 ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Wenn man sich auf dem Wasserweg nähert schwebt er scheinbar mystisch über Helsinki. Auch dieses Bauwerk, wie so viele weitere, stammte von dem deutschen Architekten Carl Ludwig Engel. Vom Senatsplatz konnte ich viele schöne Fotos vom Dom im Sonnenuntergang machen. Auf dem Platz steht das Standbild des russischen Zaren Alexander II aus 1863. Langsam gingen wir zum Hotel zurück, wo jeder beeindruckt von der finnischen Hauptstadt, aber auch kaputt ins Bett fiel.

2. Tag in Helsinki - Morgenlauf - Sightseeing

Der Wecker holte Brigitte und mich um 6 Uhr aus den Federn. Schnell waren wir wach und in Laufklamotten. Die Sonne begrüßte uns vor dem Hotel, was jedes Läuferherz höher schlagen lässt. Wir wollten die geplante Sightseeingstrecke des Tages ablaufen, damit ich nicht mehr lange den Weg auf der Karte suchen musste. Wir liefen vorbei an der Felsenkirche, Oper, Olympiastadion, Vergnügungspark, Dom, Hauptbahnhof bis wieder zurück zum Hotel. Nach knapp einer Stunde Morgenlauf hatten wir eine Dusche bitter nötig. Danach trafen wir uns mit den anderen beim Frühstück. Die Auswahl des Frühstückbuffets war riesig und somit fand sich jeder etwas Leckeres zum Essen.

Sightseeing Helsinki 2. Teil:

Bild

Brennnesselbier :-)

 

Um dreiviertel 9 trafen wir uns dann vor dem Hotel und die Stadtbesichtigung konnte bei angenehmen Temperaturen, blauem Himmel und Sonnenschein beginnen. Unser erstes Ziel war die im Norden des Hotels liegende Felsenkirche. 1968 wurde mit Dynamit ein großes Loch in einen Felsenhügel gesprengt und so entstand ein Gotteshaus, das unter der Erde bzw. im Felsen liegt. Sie wäre von innen auch sehr sehenswert, war aber leider geschlossen. Auch unser nächster Punkt, das Olympiastadion war leider ebenfalls, dank Renovierungsarbeiten, geschlossen. 1938 wurde die funktionalistische Sportarena fertiggestellt, aber der Zweite Weltkrieg kam dazwischen und somit wurden die Olympischen Spiele erst 12 Jahre später auf finnischem Boden abgehalten. Vom Olympiaturm, sofern er offen hat, wäre der Ausblick über die Stadt grandios. Und auch die nächsten beiden Ziele, der Städtische Wintergarten und Vergnügungspark Linnanmäki öffnete erst am Nachmittag. Aber auch außerhalb des Wintergartens konnten wir die Grünanlage mit Blick auf einen See in der Sonne genießen. Einige Straßen weiter besichtigten wir die Kallio Kirche, die tatsächlich auch für Besucher geöffnet war. Imposant steht die Kirche aus grauem Granit und mit dem 65 m hohen Kirchturm auf einem Hügel. 1912 wurde das Gotteshaus fertiggestellt. Auf direktem Weg marschierten wir wieder in Richtung Süden, bestaunten nochmals den Dom und die Aussicht über den Senatsplatz bis zum Hafen und den darin vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiffen. Auf den Treppen vor dem Dom konnte man es in der angenehmen Sonne aushalten und einfach nur die vorbeigehenden Leute beobachten. Im ältesten Cafe direkt am Hafen kehrten wir ein und mit einem Bier, die Mädels mit Sekt gestärkt, konnte die Sightseeing Tour weitergehen :-) Unser nächster Anlaufpunkt war die Deutsche Kirche, ein neogotisches Backsteingebäude, das 2014 seinen 150. Geburtstag feierte. Kurz dahinter auf einem kleinen Hügel fanden wir dann das Observatorium aus 1834, das eines der ältesten der Welt ist. Von hier hatten wir einen schönen Ausblick auf den Hafen, Dom, Uspenski Kathedrale, Skywheel und Olympiaterminal. Für die kleine Johanna fanden wir einen Spielplatz, den sie auch gleich ausgiebig nutzte. Wir kauften währenddessen Karten für die Schnellfähre am morgigen Tag nach Tallinn, der Hauptstadt Estlands. Für 55 Euro und 1 Stunde 40 Minuten einfache Fahrt wollten wir am Samstag auch noch die estländische Stadt mitnehmen. Am Hafen schlenderten wir durch die alte Markthalle aus 1889 und probierten Lachsbrötchen und Brennnesselbier.

Spinner und Romantiker :-)

Insel Suomenlinna:

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Kletterbrigitte :-)

 

Mit einem Ausflugsboot fuhren wir für 5 Euro und in 15 Minuten Fahrtzeit zur Festungsinsel Suomenlinna. Vom Boot aus konnten man die kleinen vorgelagerten Inseln sehen und hatten auch einen schönen Blick zurück auf den Hafen von Helsinki. Mit einer Karte ausgestattet wanderten wir über die Insel, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Sie beschützt seit 250 Jahren die Hauptstadt und zählt zu den weltweit besterhaltenen historischen Militäranlagen. Wir fanden alte Bunkeranlagen, ein U-Boot aus dem Jahr 1933, alte Kanonen, ein Trockendock, die Suomenlinna Kirche, das Königstor, das den Anlegeplatz des schwedischen Königs im Jahr 1752 markierte und viele schöne Aussichtspunkte, von wo wir auf die Ostsee blicken konnten. Erst um 17 Uhr fuhren wir wieder mit dem Schiff zurück auf das Festland, wo wir als nächstes Ziel die leider wieder geschlossene Uspenski Kathedrale hatten. Ein paar Meter weiter hatten wir einen schönen Blick auf die im Hafen liegende finnische Eisbrecherflotte. In der Nähe fanden wir eine gemütliche Bar, wo wir uns einen Drink in der Sonne genehmigten. Danach schlenderten wir durch die Einkaufsstraßen von Helsinki mit Ziel Hardrock Cafe. Mit viel Glück bekamen wir noch einen Tisch in dem begehrten Restaurant, wo wir Burger und Sparerips verdrückten. Nach dem langen Sigtseeingtag waren alle müde und jeder war froh das Hotelzimmer von innen besichtigen zu können :-)

3. Tag in Helsinki - Fahrt nach Estland - Tallinn

Auch heute startete ich zum Morgenlauf, dieses Mal mit Christoph, da bei Brigitte der Hals etwas kratzte. Die Sonne und der blaue Himmel begrüßten uns auch am dritten Tag in Helsinki. Wir liefen nach Osten, vorbei bzw. durch den historischen Bahnhof, weiter zum Eisbrecherpier, umrundeten die Halbinsel Katajanokka, gelangten zum Finnair Riesenrad und wieder zurück zum Hotel. Nach der erfrischenden Dusche frühstückten wir alle zusammen.

Gemeinsam marschierten wir dann zum Hafen wo schon unsere Schnellfähre „Merilin“ nach Tallinn auf uns wartete. Die Hansestadt wurde seit dem 13. Jahrhundert unter dem Einfluss deutscher Kaufleute bedeutend. Das Zentrum gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist längst im 21. Jahrhundert angekommen. Die Schnellfähre gab bei der Überfahrt richtig Gas. An Deck wehte eine steife und vor allem kühle Briese. Der Ausblick zurück auf den Hafen und dann auf die vorgelagerten Schäreninseln war sehr sehenswert. Nach knapp 2 Stunden erreichten wir auch schon den Hafen der estländischen Hauptstadt. Über mit Graffiti bemalte Treppen gelangten wir in Richtung Altstadt. Der Osten war kam mehr erkennbar. Es fuhren nur westliche, neue und vor allem teure Autos auf den Straßen. Auch an der Sauberkeit könnte sich so manche westliche Stadt ein Beispiel nehmen.

Als erstes empfing uns die „Dicke Margarete“, die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert, ein eindrucksvoller Schutzwall: 2,4 km lang, 16 m hoch und mit 45 Türmen. Wir waren alle begeistert von der mittelalterlichen Stadt. An Tallinns Pikk Straße stehen seit 1362 die drei schönsten giebelständigen Speicherhäuser der Stadt, die „Drei Schwestern“. Die kleinen Gassen säumen gemütliche und liebevoll eingerichtete Geschäfte. Viele kleine, urige und einladende Kneipen, Cafès und Restaurants fanden wir in der Altstadt. Wir kamen vorbei am Schwarzhäupterhaus, welches die Bruderschaft, bestehend aus Tallinns ledige, ausländische Kaufleute 1597 bezogen. Die kleinen Gassen luden mich immer wieder ein, sie zu fotografieren. Uns machte die Erkundungstour richtig Spaß. Die Nikolaikirche aus 1320 beeindruckte als multifunktionales Gotteshaus. Bei Gefahr zogen sich die Menschen im Mittelalter in die Kirchenburg zurück. Am schönsten und größten Platz Tallinns, dem Rathausplatz, wimmelte es nur so vor Restaurants und Besucher. Trotzdem fanden wir einen Platz in der Sonne, die fast etwas zu warm herunter brannte.

Wir aßen Salat und probierten einheimisches Bier. Danach trennten wir uns, da ein paar einfach nur Bummeln und wir weiter die Stadt erkunden wollten. Auch auf dem Weg zum Domberg durften wir kleine Gässchen bestaunen. Wir marschierten vorbei an vielen schönen Aussichtspunkten bis zur pompösen, russisch-orthodoxen Kirche aus 1900 mit ihren 5 Zwiebeltürmen. Ein paar Straßen weiter fanden wir dann den gotischen Dom aus 1219, den wir auch von innen besichtigen konnten. Wir schlenderten dann weiter durch die Gassen, schauten in das ein oder andere Geschäft und genehmigten uns dann noch einen Drink in der Sonne.

Die Preise waren wie Zuhause, bei weitem nicht so teuer wie in Helsinki. Um halb 6 Uhr trafen wir uns wieder am Pier mit den anderen. Christoph und ich mussten noch das Bier auf der Schnellfähre ausgiebig kosten, damit die Überfahrt etwas kurzweiliger wurde :-) Wieder in Helsinki angekommen suchten wir uns noch ein gemütliches Restaurant, wo wir uns ein reichhaltiges Abendessen genehmigten, bevor wir wieder einmal erschöpft von den vielen Eindrücken ins Bett fielen.

Tallinn Karte:

4. Tag in Helsinki - Heimflug

Schon um 4.30 Uhr holte uns der Wecker aus den Federn. Schnell den Rucksack packen, auschecken, ein kleines Frühstück und schon marschierten wir in Richtung Bahnhof, wo auch schon unser Finnairbus zum Flughafen wartete. Auch das einchecken am Flughafen verlief problemlos. Um 8 Uhr hob der Flieger in Richtung Heimat ab.

Fazit:

Auch 2016 war die Winkltours Reise in ferne Städte wieder voll gelungen und ich hoffe dass es allen gefallen hat. Wir hatten riesig Glück mit dem Wetter. 4 Tage Sonne und über 20 Grad, mehr geht nicht. Die bunt zusammengewürfelte Reisegruppe verstand sich super. Auch die kleine Johanna hatte mit allen viel Spaß und hielt sich tapfer bei all den vielen Sehenswürdigkeiten. Helsinki ist eine schöne Stadt, aber riss keinen so richtig vom Hocker. Es gab viel zu sehen mit ein paar Highlights, wie Suomenlinna und die Uspenski Kathedrale, aber es ist nicht Rom, London oder Paris. In Kombination mit der herrlichen, mittelalterlichen, estländischen Hauptstadt Tallinn, ist Helsinki aber trotzdem eine Reise wert und ich denke das jeder begeistert von der Tour war.

Amen :-)

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