Winkltours goes Dubrovnik & Kotor
Datum: 04-07.10.2019
Tourpartner: Sylvi, Rainer, Dani, Brigitte und ich
Übernachtung: Apartment Bevanda (357 Euro/3 Nächte)
Flug: Croatia Airlines (165 Euro/Person)
Mietauto: Goldcar (120 Euro)
Wetter: 22 Grad Sonne, Wolken Mix

Freitag - Anreise - Dubrovnik:

Schon um dreiviertel 5 startete Zuhause unsere Reise gen Süden. Wir holten zuerst Dani, dann Rainer und Sylvia ab. Wir parkten direkt am Flughafen im P7 um Zeit zu sparen. Der Terminal 2 war unser Ziel. Da ich schon online eingecheckt hatte und wir nur Handgepäck mit uns führten, konnten wir direkt durch die Sicherheitskontrolle zu unserem Gate gehen. Nach einem kleinen Frühstück durften wir auch schon in den sehr kleinen Flieger von Croatia Airlines. Beim Einsteigen mussten wir schon die Köpfe einziehen um nicht anzustoßen :-) Der Flug dauerte knapp eine Stunde und wir bekamen sogar Getränke und einen kleinen Snack serviert, was gar nicht mehr so üblich ist. Wir landeten in Zagreb, wo wir 1 ½ Stunden Aufenthalt hatten. Nach einer weiteren Stunde Flug erreichten wir den Flughafen von Dubrovnik, wo wir als erstes Geld wechselten. Bei Sonne und angenehmen 20 Grad holten wir unsere Familienkutsche bei Goldcar, einen Kia, ab. Auch hier konnten wir sofort starten, da ich ein Rundumsorglos Paket gebucht hatte. Nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir unser Apartment mitten in Dubrovnik. Durch eine extrem enge Gasse rangierte ich unser Gefährt zum Ziel, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Das geräumige Apartment hatte 3 Schlafzimmer und einen großen Wohnraum mit Küche. Wir bekamen eine Flasche Wein und frisches Obst als Begrüßungsgeschenk. Nach einer kurzen Pause marschierten wir auch schon los in Richtung Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Wir erreichten nach gut einer halben Stunde Fußmarsch das westliche Pile Tor, von wo wir einen herrlichen Blick auf die alten Stadtmauern hatten. Über die Hauptpromenade („der Stradun“) gelangten wir bis zum alten Hafen. Eigentlich hatte ich für uns „Game of Thrones“ Fans, eine Schiffs - und Walking Tour reserviert. Leider bekam ich falsche Zeitangaben, sodass wir nur noch die Walking Tour genießen konnten. Hier wurden wir zu den Originalfilmschauplätzen der Serie geführt und dazu die Handlung anhand von Bilder der Filmsequenzen erklärt. Wir fanden die Tour sehr interessant und kurzweilig. Später am Abend gingen wir noch in einer kleinen Gasse zum Essen, bevor wir zurück zur Unterkunft marschierten und kaputt in die Federn fielen.

Samstag - Stadtbesichtigung Dubrovnik - Lokrum

Noch vor Sonnenaufgang liefen Brigitte und ich los um den Hausberg Dubrovniks, den Srd mit 412 m zu erklimmen. Ein Kreuzweg schlängelte sich bis zum Gipfel, von wo wir eine traumhafte Aussicht auf „Königsmund“ hatten. Den gleichen Weg liefen wir zurück und kamen genau richtig zum Frühstück, das Dani hergerichtet hatte. Nach der Stärkung und einer dringend notwendigen Dusche marschierten wir in Richtung Altstadt.

Durch das westliche Pile Tor gelangten wir in die Altstadt, wo wir 25 Euro Eintritt zur Stadtmauer berappen mussten. Die Stadtmauern von Dubrovnik sind 1940 Meter lang sowie bis zwischen drei und sechs Meter breit und komplett begehbar. Sie sind das besterhaltene Fortifikationssystem in Europa und umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im 7. Jahrhundert. Wir marschierten die Treppen rauf und wieder runter und hatten eine grandiose Aussicht auf die Dächer der Stadt, die Burgen, Berge, Inseln und Meer. Natürlich durfte auf halber Strecke eine Radlerpause nicht fehlen :-) Wir besichtigten dann die Kathedrale Mariä Himmelfahrt, Sankt Blasius, das Dominikanerkloster, Franziskanerkloster und den Rektorenpalast. Im Anschluss machten wir eine einstündige Bootsfahrt um die Insel Lokrum, bevor wir den Rückweg antraten. In der Nähe unserer Unterkunft fanden wir ein schönes Restaurant, wo wir zu Abend aßen. Zurück im Apartment ließen wir den Abend bei einem Glas Wein und Bier ausklingen…

Sonntag - Herceg Novi - Perast - Kotor:

Auch heute lief ich mit Brigitte vor dem Frühstück eine Runde durch Dubrovnik. Das Wetter meinte es gut mit uns, da bei angenehmen 20 Grad keine einzige Wolke zu sehen war. Nach dem Frühstück rangierte ich mit Rainers Hilfe unser Gefährt aus dem Parkplatz und der engen Gasse. Wir fuhren an der Küste in Richtung Süden. Nach knapp einer Stunde erreichten wir die Grenze zu Montenegro. Nach der problemlosen Grenzkontrolle fuhren wir zum Badeort Herceg Novi. Hier besichtigten wir die herrliche Altstadt mit seiner Burg und den vielen Treppen. Wir genossen den Panoramablick in die Bucht von Kotor und die vorgelagerten Inseln. Klar sprang ich auch ins kristallblaue Wasser und legte eine kleine Schwimmeinheit ein, bevor wir uns in einem kleinen Cafe stärkten.

Unsere Weiterfahrt führte uns nach Perast, einem kleinen idyllischen Örtchen unterhalb des St. Elias Bergs. Zu Perast gehören die beiden kleinen Inseln St. Georg und St. Marien auf dem Felsen. Auf der einen Insel liegt der Friedhof des Ortes, die andere ist mit ihrer Kapelle ein bekannter Wallfahrtsort. Wir schlenderten durch den Ort und stiegen über viele, teils brüchige Treppen auf den Kirchturm der orthodoxen Kirche des Ortes. Da der Tag schon fortgeschritten war, fuhren wir weiter zu unserem eigentlichen Ziel, Kotor.

Kotor ist eine alte mediterrane Handels- und Hafenstadt und überregionales Kulturzentrum am südöstlichen Ende der Bucht von Kotor (Adria) in der gleichnamigen Gemeinde von Montenegro. Die Stadt mit ihren bedeutenden kulturhistorischen Bauwerken und ihrer Lage ist 1979 in das UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen worden. Sie ist Sitz des katholischen Bistums Kotor und Zentrum der serbisch-orthodoxen Christen Montenegros. Die Stadt und die von bis 1894 Meter hohen Bergketten (Orjen und Lovćen) umrahmte tiefe Bucht sind die bekannteste und meistbesuchte Tourismusregion des Landes. Sie beherbergt die Fakultäten Nautik sowie Tourismus und Hotelmanagement der Universität Montenegro. Kotor ist berühmt für seine von einer eindrucksvollen 4,5 km langen Stadtmauer umgebene mittelalterliche Altstadt. Zu den bekannten Bauwerken gehört die romanische Sankt-Tryphon-Kathedrale ('Sveti Trifun') im Stadtzentrum, in der die Reliquien des Schutzpatrons der Stadt, des heiligen Tryphon, aufbewahrt werden. Sie gilt als die schönste Kirche in Montenegro. Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem Jahr 1166, wobei die prägende Stirnseite und die Türme nach dem Erdbeben von 1667 neu erbaut wurden. Weitere Bauwerke sind die einschiffige romanische St. Lukaskirche (1195), die im 17. Jahrhundert an die orthodoxe Kirche ging, und der Uhrturm im Renaissance-Stil (1602) beim Hauptplatz der Altstadt. Unter venezianischer Herrschaft wurden im 15. bis 18. Jahrhundert einige Paläste errichtet, die noch heute das Stadtbild prägen. An den Hängen der Bucht von Kotor erstrecken sich über 4,5 Kilometer die bis zu 15 Meter breiten und 20 Meter hohen Verteidigungsanlagen bis in eine Höhe von 260 Metern auf dem Berg San Giovanni. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen die 1300 Stufen bis zur Festung hochzuwandern. Von hier hatten wir eine geniale Aussicht auf die Bucht von Kotor, die an einen norwegischen Fjord erinnert. In einem gemütlichen Restaurant aßen wir zu Abend, bevor wir uns wieder auf die Rückreise machten.

Montag - Aboretum Tresteno - Cavtat - Heimreise:

Wie schon die Tage davor ließen Brigitte und ich es uns nicht nehmen einen gemeinsamen Morgenlauf zu genießen. Heute waren die Zeichen leider wieder auf Abschied. Somit packten wir nach dem Frühstück unsere Rucksäcke und verabschiedeten uns von unseren Gastgebern. Zuerst fuhren wir ein paar Kilometer nordwärts bis zum Aboretum Tresteno. Als einziges Arboretum an der östlichen Adria-Küste stellt es die älteste Sammlung exotischer Bäume und Pflanzen des Landes dar. Wir schlenderten durch die Gartenanlage und genossen die Ruhe und die schönen Pflanzen. Unser nächstes Ziel war die kleine Hafenstadt Cavtat, wo wir in einem Restaurant eine Kaffeepause einlegten und dann über die Halbinsel der Ortschaft schlenderten. Wir fanden eine schöne Badebucht, wo Brigitte und ich einen Sprung in das kühle Nass wagten. Nach einer weiteren Stärkung in einem kleinen Restaurant fuhren wir zum Flughafen und gaben das Auto bei Goldcar ab. Um 18 Uhr ging dann auch schon unser Flieger in die Heimat und zu unseren Kindern, die wir schon vermissten…

Fazit:

Eigentlich soll man sich ja nicht selbst loben, aber auch Winkltours 2019 hat wieder perfekt funktioniert und riesig Spaß gemacht :-) Mir gefällt es immer sehr eine Reise auszuarbeiten und sich mit fremden Ländern und Kulturen zu beschäftigen. Die mittelalterlichen Städte Dubrovnik und Kotor waren ein Highlight in meiner Reiselaufbahn. Auch die kleine Reisegruppe verstand sich wie immer super und die Gaudi und Gemütlichkeit kam, trotz des straffen Sightseeing Planes, sicherlich nicht zu kurz. Natürlich war Dubrovnik bzw. „Königsmund“ für uns Game of Thrones Fans ein Highlight, da wir immer wieder auf original Filmschauplätze stießen und bewundern durften…

Route Dubrovnik - Kotor:

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