Korsika + Gardasee + Venedig
von 06. bis 19.08.2017
Day1: Anreise Gardasee + Peschiera + Gardaland
Day2: Fahrt nach Pisa + Schiefe Turm von Pisa
Day3: Livorno und Fähre nach Korsika - Bastia
Day4: Cap Corse mit Ziel St-Florent
Day5: Fahrt nach Piana und Fango-Tal
Day6: Kraxnwanderung am Capo Rosso
Day7: Fahrt von Piana bis Sainta-Lucie de Porto Vecchio
Day8: Strand und Porto Vecchio
Day9: Klippenwanderung + Bonifacio
Day10: Kletterpark + Kanufahrt + Strand
Day11: Wanderung zum Melosee 1711 m
Day12: Corte, Strand und Bastia
Day13: Fähre + Fahrt + Venedig
Day14: Venedig + Heimreise

1.Tag - Anreise, Peschiera und Gardaland

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Peschiera del Garda

 

Die Winkls waren wieder auf Reisen. Emma sprach schon seit Tagen von nichts anderem als Urlaub und ihrem 3. Geburtstag am 05. August, den wir im Tiergarten Straubing feierten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag um kurz nach 3 Uhr machten wir uns auf die Reise. Wir waren zwar müde während der Fahrt, aber nach knapp 6 Stunden erreichten wir um halb 10 Uhr auch schon unser Ziel Peschiera im Süden des Gardasees. Schnell fanden wir unser kleines aber sehr gemütliches 2 Sterne Hotel Albergo Arilica. Da wir unser Zimmer erst gegen Mittag beziehen konnten, schlenderten wir durch die kleinen Gassen. Das Wetter war herrlich, knapp 30 Grad und Sonne pur :-) Peschieras völlig von Kanälen umflossene Altstadt liegt innerhalb einer mächtigen, schön bewachsenen Festung. Beim Bummel durch die - nicht vom Tourismus dominierten - engen Gässchen findet man viele nette Geschäfte und kleine Bars. Wir frühstückten in einem dieser netten Bars und bezogen dann später unser großes und sauberes Zimmer. Die Müdigkeit übermannte uns und wir schliefen alle drei ein :-)

Karte Peschiera:

Gardalandbesuch:

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Drache Prezzemolo

 

Fast schon zu spät wurden wir wach :-) Emma war gleich topfit, da wir ja noch ins Gardaland fahren wollten. Um kurz nach 15 Uhr parkten wir unser Auto bei dem bekanntem Freizeitpark. Dies war nicht mein erster Besuch. Ich war schon mehrere Male hier, aber das erste Mal mit meiner kleinen Maus. Emma ist ja ähnlich Freizeitpark begeistert wie ich. Wie viele Freizeitparks hat auch das Gardaland ein Maskottchen, das uns gleich am Eingang begrüßte. Zu diesem Zweck wurde der Drache Prezzemolo (dt. Petersilie) kreiert. Neben diesem gibt es weiterhin noch Prinzessin Aurora (die Tochter von König Astor), den Panda Bambù, den Vogel Pagüi, die Fledermaus Mously und Tiger Ti-Gey. Prezzemolo hat eine eigene Trickfilmserie, die in ganz Italien bekannt ist. Unser erstes Ziel war gleich das Fantasy Kingdom, wo wir Zug fuhren, mit einem Flieger durch die Lüfte sausten und einen Spielplatz besuchten.

Der Wilde Westen, Achterbahn und Wildwasser:

Unser nächstes Abenteuer erlebten wir im Wilden Westen bei den Cowboys. Eine schwarze Regenwolke zog über uns und wir verzogen uns in eine Pyramide, wo wir in einem Wagon mit Pistolen bewaffnet außerirdische Ziele und ägyptische Mumien abschießen mussten. Schnell war der Himmel wieder blau und sonnig. Wir wagten uns dann in eine Achterbahn. Emma ist restlos furchtlos und würde alles fahren, nur leider gibt es Grenzen bei der Körpergröße. Aber in alle 1 m Fahrgeschäfte dürfen wir schon rein :-) Deshalb standen wir uns bei einer Wildwasserbahn an. Hier wurde genau nachgemessen. Aber gaaanz knapp durften wir rein. Wir sausten zuerst langsam durch das Wasser, bis wir nach oben gezogen wurden und es dann wieder steil nach unten ging. Emma und ich schrien was das Zeug hielt. Platsch und schon waren wir patsch nass. Emma war begeistert von der Fahrt und wollte gleich nochmals :-)

Piratenschiff, Zug fahren und Bauernhof:

Etwas durchnässt, aber bei 30 Grad nicht weiter schlimm, zogen wir weiter zu einem Piratenschiff, wo wir im tiefsten Keller in einem Boot düstere Abenteuer mit Geister, Kämpfe, Monster und Piraten erlebten. Hoffentlich kann Emma heute Nacht noch schlafen:-) Dafür ging es noch zu einem Spielplatz, Karussell, Zugfahrt und zum Abschluss tuckerten wir mit einem Traktor durch einen lustigen Bauernhof, bevor wir uns vom Gardaland verabschiedeten.

Abendessen:

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Emma war bratfertig und kam auch erst spät ins Bett. Nach dem die kleine Maus eingeschlafen war, gingen Brigitte und ich gemütlich zum Essen in einem Lokal in der Nähe. Dank Babyphone App ist dies möglich :-)

Route Gardasee Day 1:

2.Tag - Fahrt nach Pisa und der Schiefe Turm

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Frühstücken am Gardasee :-)

 

Leider hat mich mal wieder ein Achillessehnenproblem gepackt. Trotzdem wollte ich mir den Morgenlauf am Gardasee nich nehmen lassen. Nach 5 Kilometern ließ ich es aber dann gut sein, da meine überreizte Sehne ziemlich schmerzte. Das nahm mir aber nicht die Laune. Ich bin schließlich im Urlaub :-) Wir gingen nach der nötigen Dusche gemütlich zum Frühstücken und dann durch den Markt von Peschiera. Natürlich gab es nur Ramsch zu kaufen, aber Emma gefielen die bunten Stände.

Fahrt nach Pisa mit Stopp:

Unser Navi meinte das wir von Peschiera bis Pisa ca. 4 Stunden benötigen würden. Wir kamen zuerst mal nur 15 Kilometer. Hier fanden wir eine gemütliche Ortschaft, wo wir uns leider den Namen nicht merken konnten. Hier gab es einen schönen Spielplatz für Emma, eine Burg zu besichtigen und einen Bäcker für die erste Brotzeit. Wenn das so weiter geht kommen wir heute nicht mehr an, aber Emma schlief im Auto ein und wurde bis Pisa auch nicht mehr wach, das wir dann um 16 Uhr erreichten :-)

Ankunft in Pisa:

Unser kleines B&B "A casa di lucia" in Pisa fanden wir nach ein paar Umwegen. Es liegt versteckt in der Nähe des Flughafens. Ein nette Frau begrüßte uns in sehr gebrochenem Englisch. Aber mit Händen und Füßen konnten wir uns schon verständigen. Wir bekamen ein gemütliches Zimmer mit Gemeinschaftsbad. Einfach aber sehr sauber. Für 49 Euro inklusive Frühstück sehr zu empfehlen. Wir machten uns frisch und schon konnte es auch losgehen, Pisa und vor allem den schiefen Turm zu bestaunen :-)

Auf dem Weg zum "Schiefen Turm":

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Nudelfans :-)

 

Wir marschierten los und stellten fest, das wir doch einige viele Meter bei sonnigen 35 Grad zurücklegen mussten :-) Aber im Schatten war es ganz erträglich. Emma machte es sich schnell auf meiner Schulter bequem. Unser erstes Ziel war das "Fortress di San Gallo". Wir überquerten dann den Fluß Arno und kamen zum Piazza Cairoli. Von hier marschierten wir durch kleine gemütliche Gassen bis zur Hauptmeile Via Oberdan. Hier kauften wir uns miserable Nudeln, die sehr teuer waren und nicht mal für eine Vorspeise reichten. Selber Schuld wenn wir direkt im Touristenzentrum zum Essen gehen :-)

Der schiefe Turm von Pisa ist wirklich schief :-)

Schnell erkannten wir das bald der Schiefe Turm kommt, da immer mehr dunkelhäutige Verkäufer von Ramsch rumstanden und immer mehr Touristen um uns herum waren. Endlich war er da und er war wirklich schief :-) Der Schiefe Turm von Pisa (italienisch Torre pendente di Pisa) ist das wohl bekannteste geneigte Gebäude der Welt und Wahrzeichen der Stadt Pisa in Italien. Der Turm war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom in Pisa geplant. 12 Jahre nach der Grundsteinlegung am 9. August 1173, als der Bau bei der dritten Etage angelangt war, begann sich der Turmstumpf in Richtung Südosten zu neigen. Daraufhin ruhte der Bau rund 100 Jahre. Die nächsten vier Stockwerke wurden dann mit einem geringeren Neigungswinkel als dem bereits bestehenden gebaut, um die Schieflage auszugleichen. Danach musste der Bau nochmals unterbrochen werden, bis 1372 auch die Glockenstube vollendet war. Natürlich machten wir tausende Fotos wie alle anderen Touristen auch. Jeder versuchte das typische Foto zu schießen und jeder wedelte mit den Händen in der Luft. So wie wir eben auch :-)

Fotosession Schiefer Turm :-)

Zurück zur Unterkunft:

Wir bestaunten noch den Sonnenuntergang auf der der Piazza dei Miracoli mit dem "Schiefen Turm von Pisa", Baptisterium und Dom. Da es schon spät war marschierten wir zurück in unsere Unterkunft. Auf dem Weg zurück sahen wir noch viel Sehenswürdigkeiten im "Vorbeilaufen". Nachdem die Mädels im Bett waren schrieb ich in der Gemeinschaftsküche noch den Reisebericht. Hier unterhielt ich mich noch lange mit einem netten Pärchen aus Estland. Erst spät kam ich ins Bett :-)

Route Pisa Day 2:

3. Tag: Livorno und mit der Fähre nach Korsika

Wir ließen den Tag gemütlich angehen und frühstückten in unserem kleinen B&B. Es war einfach aber ausreichend. Draußen hatte es schon fast 30 Grad. Wir packten alles ins Auto und fuhren eine knappe halbe Stunde bis nach Livorno, wo unsere Fähre nach Korsika am Nachmittag startet.

Sightseeing Livorno:

Livorno hat im Zweiten Weltkrieg einen großen Teil seiner historischen Bausubstanz verloren, dennoch ist die unter den Medici errichtete Stadtanlage noch gut zu erkennen. Die Altstadt ist von dem Festungsgraben Fosso Reale umschlossen, und wird durch die mit Arkaden versehene Haupteinkaufsstraße Via Grande geteilt. Das Stadtviertel Venezia Nuova (1629 angelegt) besitzt noch viele alte Gebäude (darunter ehemalige Lagerhäuser) und ist von Kanälen durchzogen, die an Venedig erinnern. Weiterhin sind Gebäude der Belle Epoque erhalten, vor allem Villen an der Uferpromenade Viale Italia in den südlichen Stadtteilen Ardenza und Antignano. Wir parkten unser Auto und schlenderten durch die Stadt. Wir gingen in den Dom von Livorno und in die alte Markthalle von 1894. Hier kauften wir uns eine Kleinigkeit, bevor wir wieder zurück zum Auto gingen.

Mit der Moby Line nach Korsika:

Für 196 Euro hatte ich eine 4 stündige Fährüberfahrt nach Korsika gebucht. Wir waren um 12 Uhr am Hafen von Livorno und parkten unser Auto bei der Fährauffahrt. Wir mussten noch warten bis die Fähre kam. Ein riesiges Fährschiff bewegte sich dann in den Hafen. An Board ging es ziemlich hektisch beim Parken zu. Wir machten es uns an Deck im Schatten bequem. Es gab ein kleines Spieleland für Emma, so das die kleine Maus beschäftigt war. Später schliefen Emma und ich ein wenig im Sessel des Boardrestaurants :-)

Ankunft auf Korsika - Bastia:

Um kurz vor 19 Uhr betraten wir französisches Land. Wir waren nun auf Korsika im Fährhafen von Bastia. Wir fuhren zu unserem 3 Sterne Best Western nur 2 km vom Hafen entfernt. Wir machten uns frisch und wanderten zur Uferpromenade. Hier durfte Emma in einer Hüpfburg spielen und danach wollten wir noch was essen. Leider langten wir auch heute beim Abendessen wieder zu richtig in den Dreck :-) Das Fleisch war fast ungenießbar und die Pommes so lala. Hoffentlich wird das Essen besser :-)
Emma kam erst um halb 11 ins Bett und schlief gleich ein...

4.Tag: Cap Corse - Die Nordhalbinsel

Wir Schlafmützen :-) Erst um 8 Uhr wurden wir wach. Dann gaben wir aber Gas. Das Frühstück im Best Western war lecker und ausgiebig. Wir checkten aus und fuhren los. Unser erstes Ziel war das kleine Örtchen Erbalunga nördlich von Bastia. Das Dorf wird in jedem Souvenirshop als Postkarte verkauft: Tiefblaues Meer umspült eine kleine Felsenzunge, auf der sich Häuser hart aneinander drängen. Wir hielten die Füße ins Wasser, sammelten Muscheln und schlenderten durch den malerischen Ort, bevor es wieder weiter ging.

Die drei Weltenbummler :-)

Fahrt nach St-Florent:

Auf der Weiterfahrt schlief Emma ein und schnarchte uns etwas vor. Aber der Weg ist das Ziel und wir genossen die schönen Küstenstädtchen, den herrlichen Ausblick und das traumhafte Wetter. Wir fuhren weiter nördlich bis Marine de Luri, wo wir durchs Landesinnere über eine Bergkette und abenteuerliche, fast nicht befestigte Bergstraßen bis Pino fuhren. Hier waren wir wieder in der Zivilisation. Wir fuhren an der Westküste wieder südwärts bis nach St-Florent, das touristische Zentrum im Norden.

Zeltaufbau und Sandstrand:

Beim 4 Sterne Campingplatz war leider nichts mehr frei, aber beim einfachen 2 Sterne in St-Florent. Besser als nichts und ein wenig Abenteuer muss auch sein :-) Es gibt eigentlich nichts, außer einfache Duschen und Toiletten. Wir fanden einen schattigen Platz und ich machte mich gleich an den Zeltaufbau. Schnell stand unser einfaches Zelt. Aber zum Schlafen absolut ausreichend, bzw. sogar ganz kuschelig. Emma drängte schon. Die kleine Maus wollte an den gegenüberliegenden Sandstrand :-) Mit aufblasbarem Krokodil und Strandmuschel bewaffnet marschierten wir auch dahin. Die Muschel stand gleich und Emma war auch schon im Wasser, das Badewannentemperatur hatte. Richtig schön zum planschen. Emma konnte nach 50 m noch immer stehen. Der kleinen Maus machte das planschen riesig Spaß, vor allem mit ihrer neuen Froschschwimmbrille von den Tichys :-) Das Wasser ist immer mehr ihr Element. Bald schwimmt sie mir wahrscheinlich davon :-) Da ich ja eh nicht laufen konnte wegen meiner Achillessehne, legte ich auch noch eine kleine Open Water Schwimmeinheit ein, bevor wir wieder zurück zum Zelt marschierten.

Spaziergang und Abendessen St-Florent:

Nach der nötigen Dusche marschierten wir am Strand entlang bis nach St-Florent. Hier fanden wir ein gutes Lokal. Wir aßen Pizza und Salat und dazu gab es ein Gläschen Wein für mich. Zurück konnten wir einen traumhaften Sonnenuntergang über der Bucht bestaunen. Ich machte tausende Fotos, weil es so schön war :-) Nach dem Zähneputzen kuschelten wir uns ins Zelt und Emma durfte noch Mascha und Feuerwehrmann Sam am Laptop ansehen :-) In der Nacht konnten wir Wildschweine grunzen hören. Gut das der Zeltplatz eingezäunt ist :-)

Route Tag 4:

5.Tag: Fahrt nach Piana und Fango-Tal

Trotz dem etwas unbequemen Schlafplatz im Zelt schliefen wir bis 7 Uhr :-) Wir bauten das Zelt ab und packten alles zusammen. Schon konnte unser Road Trip weitergehen. Wir fuhren in Richtung Süden auf einsamen Bergstraßen. Da unsere Bäuche leer waren, kam uns ein gemütliches Restaurant sehr gelegen. Wir aßen Croissants mit Marmelade und tranken dazu Kaffee und Kaba. Weiter ging es auf einer traumhaften Panoramastraße bis nach Galeria. Kurz vor dem Städtchen bogen wir aber in das Fango-Tal ab.

Gumpenwanderung im Fango-Tal

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Planschen :-)

 

Wir parkten unser Auto kurz hinter der Fango Brücke. Es war angenehm warm und beim Wandern kamen wir doch ins Schwitzen :-) Wir wanderten auf einem kleinen Pfad der ab der Fango Brücke gut markiert war. Im Fluß genossen schon viele das kühle Nass. Es gibt viele kleine und auch größere Badebecken. Wir wanderten Flußaufwärts zwischen den Macchia Bäumen hindurch. Teilweise weit oberhalb des Flusses. Nach knapp einer halben Stunde führte uns der Pfad direkt zum Fluß. Hier gefiel uns der Badeplatz. Wir fanden auch ein schattiges Plätzchen. Ich pumpte Emmas Krokodil auf und die Mädels zogen ihre Badesachen an. Ich testete gleich unser steiniges Becken. Es war kühl, aber sehr angenehm, da wir doch ca. 30 Grad Lufttemperatur hatten. Wir rutschten über die glatten Felsen ins seichte Wasser. Wir konnten fast überall stehen. Emma war begeistert und paddelte durch das Wasser. Wir spielten in kleinen Tümpeln, warfen mit den Steinen und legten uns auf den heißen Steinen in die Sonne. Einfach schön hier. Uns machte der kleine Badeaufenthalt sehr viel Spaß. Erst nach ein paar Stunden machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto.

Karte der Wanderung im Fango-Tal:

Fahrt nach Piana:

So schön das Baden auch war, aber wir mussten unsere Fahrt fortsetzten. Unser Ziel Piana, weiter im Süden, lag noch knapp 60 Kilometer entfernt. Die Straßen wurden immer abenteuerlicher und führten uns über die Berge. Die Aussicht war herrlich. Blauer Himmel, Steilküste, Berge, Sonne und wir mittendrin. Es ging nur langsam vorwärts. Die Serpentinenstraße war teilweise sehr schmal und ungesichert. 2 Autos kamen nur schwer aneinander vorbei. Um 18 Uhr erreichten wir eines der schönsten Dörfer Korsikas, unser Ziel Piana auf 435 m. Hier hatte ich für zwei Nächte das 3 Sterne Hotel Mare E Monti gebucht.

Abendessen in Piana:

Das kleine Hotel war richtig gemütlich. Unser Zimmer klein, aber sehr sauber und mit Balkon. Wir fühlten uns gleich wohl. Es war kühler als erwartet. Zum schlendern durch die kleine Ortschaft mit herrlicher Aussicht auf den Golf und den davor liegenden Calanche, benötigten wir sogar eine Jacke. Wir fanden ein gemütliches Lokal, wo Emma und ich Nudeln aßen und Brigitte einen leckeren Fisch. Lange hielten wir uns nicht, weil die kleine Maus schon sehr müde war...

Route Tag 5:

6.Tag: Kraxnwanderung am Capo Rosso

Heute standen wir schon um 7 Uhr auf um eigentlich beim Wandern den heißen Temperaturen zu entfliehen. Nur war es eiskalt draußen. Heute wurde es nicht wärmer als 25 Grad und bei Wind konnte man sogar eine Jacke vertragen. Wir ließen uns das leckere Frühstück im Hotel schmecken. Es gab alles was das Herz begehrte, Obst, Käse, Wurst, Kaffee, Kaba...
Wir fuhren ab Piana eine einsame und atemberaubende Küstenstraße in Richtung Arone Strand, den wir später besuchen wollten. Wir parkten an einem kostenlosen Parkplatz in einer Linkskurve nach ca. 6 Kilometer. Ich schulterte die Kraxe und Brigitte den Rucksack. Emma lief zuerst selbst, durfte dann aber auf meine Schulter.

Bis zum Gipfel 331 m:

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Steile Treppe auf den Turm !

 

Wir wanderten einen Eselweg nach unten mit Blick auf den Genuesnturm Tour de Tourghiu. Wir kamen an ein Steinhäuschen, den tiefsten Punkt der Wanderung. Rechts türmte sich bereits das mächtige Granitbollwerk des Capo Rosso auf. Endlich ging es wieder nach oben. Über eine Felsrinne stiegen wir nach oben. Emma hatte den größten Spaß daran, selbst zu klettern. Die kleine Maus hatte das voll drauf. Nach knapp über 2 Stunden standen wir dann auch schon auf dem Gipfel des Capo Rosso mit dem Wachturm aus vergangener Zeit. Über eine steile Steintreppe kraxelten wir ins innere des Turms und von dort führte eine weitere schmale Treppe auf das Dach des Turms. Hier hatten wir eine traumhafte Aussicht auf den Golf von Porto. Senkrecht fallen 100 m hohe Felsen ins Meer. Atemberaubend :-) Wir suchten uns dann am Fuße des Turms ein windstilles Plätzchen und gingen Emmas Lieblingsbeschäftigung nach, dem Brotzeitmachen :-) Erst nach dieser ausgiebigen Prozedur wanderten wir auf dem gleichen Weg zurück zum Parkplatz. Dieses Mal schlief Emma in der Kraxn :-) Nach insgesamt knapp 4 Stunden Wanderung mit 500 Höhenmetern und 10 Kilometern waren wir wieder beim Auto angelangt. Hier gab es noch eine kühles Getränk beim Imbiss am Parkplatz.

Route der Wanderung:

Am Sandstrand von Arone:

Wir fuhren dann die Straße weiter bis zum Meer. Der Sandstrand war herrlich. Leider waren die Wellen viel zu hoch und schwimmen deshalb auch nicht möglich. Es war auch etwas zu kühl, so das man im Schatten fast fror. So viel zur Hitzewelle im Süden... Wir mieteten uns zwei Liegen zum Schnäppchenpreis von 30 Euro :-) Emma und ich gingen ein paar Meter ins Wasser, so das uns die Wellen fast umschleuderten. Danach spielten wir im Sand der sich auch überall am Körper festbiß :-) Emma grub mich ein, backte Sandkuchen und ich machte nebenbei ein paar Rumpfstabi Übungen :-) Am Abend gingen wir noch gemütlich Essen in ein benachbartes Lokal.

7.Tag: Fahrt von Piana bis Porto Vecchio

Nach dem Frühstück packten wir wieder unsere Sachen ins Auto. Bei blauem Himmel und Sonnenschein startete unsere Weiterreise. Wir fuhren an der Küste gen Süden. In der Nähe von Cargese fanden wir durch Zufall einen kleinen Pfad neben der Straße, der uns zu einer kleiner Bucht mit kleinem Sandstrand führte. Ein paar Einheimische waren schon im Wasser und lagen in der Sonne. Hier war alles was das Emmaherz begehrte: Sand, Steine, Muscheln und Meer :-) Emma spielte im Sand und dann wagten wir uns in die wilden Wellen. Emma hängte sich an mich dran und schon ging es rein. Die Wellen waren ganz schön hoch und ich musste selbst aufpassen, nicht umgeworfen zu werden. Wir versuchten über die Wellen zu springen, was nicht immer gelang und wir deshalb überspült wurden. Emma war begeistert und wollte gar nicht mehr aus dem Wasser :-)

Fahrt über Ajaccio in Die Berge bis Zonza:

Das Baden und Sand spielen war doch etwas anstrengend, so das Emma im Auto gleich einschlief :-) Wir fuhren durch die Küstenstadt Ajaccio und etwas weiter südlich ging es dann in die Berge. Bei Petreto-Bicchisano führte uns eine kleine Serpentinenstraße höher hinauf. Wir kamen nur langsam vorwärts, aber die Aussicht war gigantisch. Für 60 Kilometer benötigten wir 2 Stunden :-) Auf Korsika gibt es viele Wildschweine und auch teilweise mitten auf der Straße. Direkt neben dem Auto konnten wir die Grunzer bestaunen :-)

Besuch von Zonza:

In Zonza machten wir Halt, da Emma nach über 2 Stunden wieder wach wurde und Papa und Mama Hunger hatten. In dem gemütlichen Bergdörfchen war einiges geboten. Viele Restaurants und sogar ein kleiner Spielplatz. Wir kauften uns in einer kleinen Bäckerei süße Stückchen, Pizza und etwas zu trinken, bevor wir unsere Reise fortsetzten.

Ankunft in Sainte-Lucie de Porto-Vecchio

Nach einer weiteren Stunde Panoramafahrt erreichten wir die Westküste. Wir fuhren durch das Touristenstädtchen Porto-Vecchio und von dort nördlicher bis Sainte-Lucie de Porto Vecchio. Hier hatten wir eine Unterkunft im 4 Sterne Camping Platz Acqua E Sole gebucht. Hier gab es Zeltplätze, Mobile Homes und Zimmer. Letzteres bekamen wir für läppische 447 Euro / 3 Übernachtungen. Wir buchten diese Unterkunft, da laut Internetbeschreibung ein großer Spielplatz dabei sein sollte, wie ein Wasserpark für Kinder. Nur leider gab es dies alles in Miniaturausführung :-( Minischwimmbecken, 2 kleine Rutschen und nur ein Spielgerät für Kinder. Na toll. Aber auch unser Zimmer war grottig. Ein Bett, mini Toilette und mini Bad. Brigtte konnte dann wenigstens noch aushandeln, das wir ein Mobilehome für den gleichen Preis bekamen, was etwas geräumiger war. Nur musste dies vor unserer Abreise von uns gereinigt werden. Aber hilft nicht, wir müssen mit dem auch zufrieden sein. Emma und ich gingen dann im mini Becken baden und Brigitte fuhr zum Einkaufen. Am Abend kochte Brigitte Nudeln und dazu gab es Salat. Kaputt nach der langen Fahrt fielen wir bald ins Bett :-)

Route Tag 7 (210 km):

8.Tag: Strand und Porto Vecchio

Heute ließen wir es ruhiger angehen. Nach dem Frühstück schrieb ich Reisebericht in der Sonne und langsam packten wir die Schwimmsachen ins Auto. Wir fuhren an den 10 Minuten entfernten Strand von Santa-Lucie de Porto Vecchio. Wir fanden einen schönen noch nicht zu stark überlaufenen Sandstrand. Heute wollten wir unsere neuste Anschaffung, ein Schlauchboot testen :-) Emma hatte wieder riesig Spaß im Wasser und im Boot. Ich legte auch noch eine halbstündige Open Water Swim-Einheit ein. Kurz nach Mittag waren wir drei bratfertig und fuhren zurück in unsere Unterkunft, wo sich Emma und Brigitte niederlegten.

Besuch von Porto Vecchio:

Da Emma bis um fast 5 Uhr ratzte hielten sich die Ausflugsmöglichkeiten am Nachmittag in Grenzen :-) Wir fuhren nach Porto Vecchio und schlenderten durch die kleinen Gassen und bestaunten die vielen gemütlichen Lokale, Boutiquen und Souvenirshops. Für Emma fanden wir ein kleines Karussell das sie drei mal fahren durfte und in einer Bar am Place de la Republique hörten wir eine Live Band und tranken Bier und Cocktail, bevor es wieder nach Hause ging...

9.Tag: Klippenwanderung + Bonifacio

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Beim Leuchtturm

 

Wir hatten uns für heute eine Klippenwanderung in Bonifacio ausgesucht. Wir fuhren nach dem Frühstück in Richtung Porto Veccihio und von dort weiter südlicher. Leider hatte anscheinend die gesamte Insel unsere Idee geklaut. Stau ohne Ende und die 30 Kilometer Fahrt zogrn sich gewaltig. Auch stellten wir zum wiederholten Male fest, das die Franzosen nicht gerade freundlich sind. Eine solche Spezies durften Emma und ich live erleben :-) Im Stau muss eben mal ein kleines Kind aufs Klo und das kann nun mal nicht warten :-) Emma und ich stiegen aus dem Auto und marschierten in die Nähe von einer Tankstelle. Wie es sich gehört suchten wir ein Plätzchen Abseits, wo eh schon alles verdreckt und zugemüllt war. Während Emma in meinen Armen bieselte sah ich schon aus den Augenwinkeln eine Frau auf uns zustürmen, die uns wüst beschimpfte. Ich versuchte auf Englisch zu erklären, das es bei Emma sehr dringend war. Aber mit hochrotem Kopf schimpfte die Frau weiter. Mir platzte dann auch der Kragen und haute ihr sämtliche bayerische Schimpfwörter (Schnepfe, blede Tuss, ...) die mir einfielen entgegen. Und mir fielen viele ein :-) Die Frau war doch etwas überrascht und zog mit noch hochroterem Kopf wieder davon. Emma und ich verzogen uns wieder und stiegen ins Auto :-) So nun konnte unsere Wanderung beginnen :-) Wir parkten an der Straße von Bonifacio nach Pertusato und gingen an der Steilküste in Richtung Leuchtturm von Pertusato.

Vom Leuchtturm nach Bonifacio:

Die Wanderung war mehr ein Spaziergang an Korsikas spektakulärster Küste. Bonifacio zählt zu den schönsten Städten Frankreichs. Der Ort liegt spektakulär auf einer Felsnadel, die mehrere hundert Meter weit ins Meer hinausragt. Häuser stehen nahe am Rand überhängender Kalksteinfelsen und diese bröckeln von Zeit zu Zeit ab, wie wir überall auf der Wanderung erkennen konnten. Wir benötigten knapp eine Stunde bis zum Leuchtturm, wo wir Brotzeit machten und nochmals knapp eine Stunde bis Bonifacio. Wir schlenderten durch die schönen Gassen und kauften uns ein Sandwich und etwas zu trinken.

Bonifacio:

Wir schlenderten durch die Oberstadt und von dort zur Escalier du Roi d Àragon (Treppe des Königs von Aragonien). Der Eintritt zur spektakulären Treppe kostete 2,50 Euro pro Person. Aber das war es wert. Die schräg in den steilen Felsen gehauene Treppe zum Meer hat 187 Stufen und ist eine sportlicher Herausforderung. Unten angelangt führte uns noch ein längeres Stück dem Kreidefelsen entlang bis zu einer Grotte, die leider versperrt war. Der Aufstieg war für mich interessanter. Da ich Emma tragen durfte, konnte ich mit ihr die mega steile Treppe hochballern :-) Wir wanderten dann zurück in Richtung Auto. Insgesamt waren wir 4 Stunden, 11 Kilometer und 400 Höhenmeter unterwegs :-)

Fahrt zur Unterkunft und Pool:

Eigentlich wollen wir ja auch noch mit dem Schiff fahren, aber die Zeit verrann und verrann. Emma wünschte sich auch noch eine Pooleinheit, so das wir entschieden zurück zur Unterkunft zu fahren. Auf dem Weg kauften wir noch Obst und Brot für das Abendessen ein. Zurück in der Unterkunft sprangen Emma und ich gleich in den Pool. Emma war wieder begeistert zu paddeln und konnte sich nur schwer vom Wasser trennen :-) Nach dem Duschen aßen wir noch gemeinsam zu Abend, bevor es für Emma ins Bett und für Brigitte und mich auf die Veranda ging...

Wanderung zum Leuchtturm:

10.Tag: Kletterpark + Kanufahrt + Strand

Heute war Action angesagt. Geplant war ein Kletterpark, der für Kinder ab 3 Jahre geeignet ist, eine Kanufahrt und natürlich auch noch baden im Meer. Aber zuerst mussten wir vor der Weiterreise zu unserer nächsten Unterkunft das Mobile Home reinigen und unser gesamtes Zeug wieder ins Auto packen. Erst um halb 10 Uhr konnten wir dann losfahren nachdem überprüft wurde, ob die Unterkunft auch top gereinigt war :-)

Kletterpark bei Sainte-Lucie de Porto-Vecchio

Mal schauen wie meiner kleinen Maus ein Kletterparcour gefällt. Nur 5 Kilometer entfernt von Sainte-Lucie de Porto-Vecchio befindet sich in idyllischer Lage eine Outdoorcamp. Hier war für jung und alt etwas geboten. Kletterparcours in unterschliedichsten Schwierigkeitsgraden, Mountainbikeverleih, Wanderrouten, Canyoning und vieles mehr. Aber für uns bzw. Emma war der Minikletterparcour interessant. Emma bekam einen Klettergurt und Helm und los konnte es zum ersten Hindernis gehen. Emma schlug sich super. Die kleine Maus kraxelte über die Bäume, sauste auf einem Flying Fox, hangelte sich über wackelige Bretter... Insgesamt musste sie 12 Stationen durchlaufen und wie sie das meisterte. Respekt kleine Emma !!!

Relax in den Gumpen:

Direkt neben dem Kletterpark gab es noch einen kleinen Imbiss, wo wir uns kühle Getränke kauften. Und nur ein paar Meter weiter konnten wir zum Bach gehen um die Füße ins Wasser zu halten, bzw. Emma saß gleich samt Kleidung drin :-)

Kanufahren am Tavignano:

Unsere Reise führte uns an der Ostküste Korsikas in Richtung Norden weiter. Der Wanderführer "Die schönsten Wanderungen mit Kindern auf Korsika" war Gold wert. Hier fanden wir eine Kanutour für Einsteiger beschrieben. In Aleria gibt es einen örtlichen Kanuverleih, wo wir eine Stunde für 30 Euro mieteten. Wir paddelten auf dem Tavignano durch eine dschungelähnliche Landschaft. Wir sahen fliegende Fische und viele umgestürzte Bäume im Wasser, denen wir immer wieder ausweichen mussten. Wir kamen zu einem kleinen Strand, wo wir anlegten und Emmas geliebte Brotzeit zelebrierten :-) Auf dem gleichen Weg paddelten wir wieder zurück. Die Tour machte sehr viel Spaß und wir werden diese sicher wiederholen :-)

Baden im Meer:

Da der Nachmittag erst angebrochen war, hatten wir noch Zeit den Sandstrand von Aleria zu besuchen. Emma schwamm wieder begeistert im warmen Meer und ich konnte eine weitere Open Water Swim Einheit incl. Muschelsuche einlegen :-)

Ankunft in Bravone:

Nur 10 Kilometer von Aleria entfernt liegt das kleine Örtchen Bravone, wo unsere 2 Sterne Unterkunft La Tour incl. Frühstück für 156 Euro liegt. Das gemütliche B&B war uns gleich von Anfang an sympathisch. Wir bekamen von den netten Besitzern, die aus Hamburg waren, ein gemütliches Appartement. Da die Unterkunft auch gleichzeitig ein Restaurant ist, nutzten wir dies auch gleich zum Abendessen. Es gab auf der Aussichtsterrasse eine leckere Pizza, Bierchen, Salat und Eis, bevor Emma und Brigitte ins Bett fielen und ich auf der Terrasse noch Reisebericht schrieb :-)

Route Tag 10:

11. Tag: Wanderung zum Melosee 1711 m

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:-)

 

Das Frühstück auf der Terrasse unserer Pension war traumhaft. Mit Blick auf die Berge hinter uns und vor uns das Meer. So kann man es aushalten. Gleich im Anschluß fuhren wir in Richtung der großen Berge. Unser Ziel war Corte, die "heimliche Hauptstadt der Insel". Von hier führte uns eine 15 km lange, fast nie gesicherte, einspurige, abenteuerliche Serpentinenstraße in das Restonicatal. Teilweise kamen wir dem Abgrund ganz schön nah und so ganz wohl war uns nicht...

Wanderung zum Melosee:

Unser Ziel war einer der schönsten Seen Korsikas, der Lac de Melo auf 1711 m. Am Ende der abenteuerlichen Fahrstraße wurden wir eingewiesen unser Auto zu parken, was auch 6 Euro kostete. Die Parkplätze hier oben auf 1200 m waren begrenzt und der Ansturm der Touristen groß. Auch wir gehörten dazu, half aber nicht, da wir schließlich auch die schönsten Seiten Korsikas sehen wollten. Ich bewaffnete mich mit Kraxe und Emma auf der Schulter. Die über 20 Kilogramm ließen sich schon tragen, aber für mich ist das auch ein super Training :-) Wir wanderten zuerst noch 15 Minuten auf der Straße, bis ein kleiner Steig abzweigte. Wir kamen an der Bergerie Grottelle und einer weiteren kleinen Alm vorbei, wo wir uns mit Getränken und Baguette eindeckten. Der Fußweg führte uns weiter in das Tal. Wir folgten immer den gelben Markierungen. Es waren viele Wanderer unterwegs, liegt natürlich daran, das diese Tour in sämtlichen Wanderführern als Top Tour geführt wurde.

Melosee 1711 m:

Laut Zeitangabe benötigt man 1 Stunde bis zum Melosee, der noch von der letzten Eiszeit stammte, ab der Bergerie. Gut wir sind schon 150 Höhenmeter unterhalb gestartet, benötigten aber über 2 Stunden. Normalerweise sind wir trotz Klettereinlagen von Emma schneller als die Zeitangaben. Dieses Mal stimmte es hinten und vorne nicht. Wir erreichten zuerst die Bergerie de Melo und überquerten dann einen kleinen Fluß. Von hier ging eine Menschenschlange den steilen und steinigen Weg nach oben. Ich trug die meiste Zeit Emma auf der Schulter und kam dank der teilweise über 1/2 Meter hohen Steinstufen ganz schön ins Schwitzen :-) Immer wieder kraxelte die kleine Maus selbst. Die 500 Höhenmeter zogen sich ganz schön. Endlich erreichten wir den Melosee eingebettet zwischen den Bergen. Hier war ebenfalls die Hölle los. So schön es hier auch war, aber die Menschenmassen trübten das Bild etwas. Aber wir ließen uns da nicht beirren und machten erstmal Brotzeit, was natürlich Emma entgegen kam :-) Wir hielten nur die Füße in das eisige Gebirgswasser, nur ein paar hartgesottene sprangen in das Wasser...

Abstieg zurück zum Auto:

Auf dem Aufstiegsweg wanderten wir auch wieder zurück. Bergab waren viele Stellen für mich um einges schwieriger zu meistern. Emma war dafür in der Kraxe und nicht auf der Schulter. Ich musste höllisch aufpassen um nicht abzurutschen. Teilweise könnte dies böse enden. Endlich kamen wir wieder bei der Bergerie an und kauften uns dort erstmal kühle Getränke. Wir wanderten dann von dort zurück zum Auto und fuhren die abenteuerliche Straße in Richtung Corte. Immer wenn ein Auto entgegen kam wurde es spannend und vor allem sehr eng und knapp :-)

Route zum Melosee:

Baden in den kühlen Gumpen:

Kurz vor Corte hielten wir an einer der vielen Badegumpen des Flußes an. Wir stiegen hinab und gingen baden. Das Wasser war angenehm kühl, da es ja doch von den eisigen Bergseen gespeist wurde. Emma paddelte mit ihren Schwimmflügeln durch das glasklare Wasser und war begeistert. Eine kleine Sandbucht war ideal für meine kleine Maus zum Sandspielen. Wir genossen Sonne und die Entspannung, bevor wir über Corte zurück zur Unterkunft fuhren.

Abendessen mit Wespenbesuch :-)

Leider konnten wir Corte nicht näher besichtigen, da es schon spät war. Wir duschten in unserem kleinen Appartement und gingen auch gleich zum Essen. Wir hatten gegrilltes Fleisch, Soßen und Kartoffeln bestellt. Das wir einen Minigrill auf den Tisch bekamen, wo wir selbst grillen mussten, hatten wir nicht gedacht :-) Aber das Essen war super lecker, nur die nervigen Wespen hatten ebenfalls großen Hunger und umschwirrten uns. Wir trafen mit ihnen ein Abkommen: Sie durften uns nicht stechen und sollten uns in Ruhe lassen, dafür durften sie vom Fleisch, das wir in sicheren Abstand vom Tisch gestellt hatten, probieren :-) Erst kurz vor 22 Uhr kamen wir zurück ins Zimmer und fielen in die Betten...

12. Tag: Corte + Baden + Bastia

Heute ließen wir es wieder gemütlich angehen. Vor dem Frühstück gingen wir an den herrlichen Strand und schwammen eine Runde im glasklaren Meer. Das Frühstück war ebenfalls entspannend, ohne Stress und vor allem lecker. Erst dann machten wir uns auf den Weg zum nächsten Ziel.

Corte die heimliche Inselhauptstadt:

Da gestern zu wenig Zeit war, fuhren wir heute nochmals nach Corte. Gleich neben dem Parkplatz fanden wir eine Spielplatz für die kleine Maus. Wir marschierten dann durch die Gassen der alten Stadt. Wir kauften uns kühle Getränke, da es doch gut über 30 Grad hatte. Endlich war auch uns warm genug :-) Wir stiegen bis zur Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert hoch und sahen von dort über die Dächer von Corte. In einem Supermarkt kauften wir uns Obst und Baguette und aßen auf der Steintreppe vor einem Brunnen, bevor wir weiter fuhren.

Strandbesuch vor Bastia:

Emma schlief im Auto ein und wir fuhren ohne Eile in Richtung Bastia. Wir fanden einen schönen Sandstrand und die kleine Maus war auch gleich hellwach. Wir badeten im Meer und Emma durfte im Sand spielen. Ich legte wieder eine Open Water Swim Einheit ein, die ich schnell unterbrach als ich direkt in einen Schwarm blauer Segelquallen schwamm. Ich versuchte keine zu berühren und las später nach, das die Teile sehr giftig sind. Ich verlegte meine sportliche Einheit an Land und spielte mit Emma doch lieber im Sand :-)

Bastia im Sud Hotel:

Erst gegen 18 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft in Bastia, das 2 Sterne Sud Hotel. Eine nette Unterkunft mit sauberen Zimmer. Wir gingen nach der nötigen Dusche in Richtung Zitadelle, wo wir noch ein gemütliches Lokal fanden. Wir hatten einen schönen Blick auf den alten Hafen und genossen Salat und Emma ihre Nudeln. Müde fielen wir nach dem Rückweg in die Federn :-)

Route Tag 12:

13. Tag: Fähre + Fahrt + Venedig

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Leider müssen wir uns von der herrlichen Insel wieder verabschieden. Früh holte uns der Wecker aus den Federn. Weit brauchten wir nicht fahren, bis wir am Fährhafen waren. Hier mussten wir noch etwas warten bis wir auf das Fährschiff konnten. Als erstes kauften wir uns ein Frühstück um die Bäuche zu füllen. Emma durfte natürlich zum Kinderbereich. Emma und ich legten uns dann kurz auf eine Bank im Restaurant und schon waren wir auch eingeschlafen :-) Nach 4 1/2 Stunden Fahrt mit der Moby Line erreichten wir dann Livorno in Italien. Auf unserer Heimreise wollten wir noch einen kleinen Zwischenstop einlegen, Venedig. Von Livorno bis Venedig hatten wir 360 km zu fahren. Nun kamen auch die Temperaturen in Schwung. Im hoch hatte es 40 Grad :-) Nach knapp 4 Stunden Fahrt erreichten wir auch schon die Lagunenstadt Venedig bei Traumwetter und knapp über 30 Grad. Im bewachten Parkhaus San Marco parkten wir unser Auto. Hier mussten wir den Schlüßel im Auto lassen, damit umgeparkt werden konnte. Emma schlief die gesamte Fahrt und wurde genau in Venedig wach :-)

Venedig am Abend:

Wir marschierten vom Parkhaus in Richtung Hotel, dem 3 Sterne Ca due Leoni in Cannaregio. Wir fanden einen kleinen Spielplatz wo sich Emma natürlich freute. Es ging über den Canale Grande und durch kleine Gassen bis wir bei unserem schnuckeligen Hotel waren. Wir wurden nett empfangen und bezogen unser Zimmer. Nach der mal wieder dringend nötigen Dusche gingen wir gemütlich in einer Pizzeria direkt an einem kleinen Kanal zum Essen. Langsam wurde es dunkel und wir schlenderten durch Venedig bei Nacht. Wir genehmigten uns noch ein Eis bevor es zurück zur Unterkunft ging. Kaputt fielen wir nach dem langem Tag ins Bettchen :-)

Route Tag 13:

14. Tag: Stadtbesichtigung Venedig + Heimreise

Wir schliefen bis um halb 8. Dann gingen wir zum Frühstück im Garten. Wir bekamen Toast und Croissants und gaaanz viele Mücken :-) Ich war anscheinend ein Magnet dafür und bekam 12 Stiche ab :-) Trotz der Mücken war es sehr gemütlich. Wir checkten dann aus um Venedig zu besichtigen. Leider war es etwas bewölkt und immer wieder bekamen wir Regentropfen ab. Als erstes fuhren wir mit einem Vaporetto auf dem Canale Grande bis zum Markusplatz. Emma war begeistert von den vielen Schiffen und Booten.

Vom Markusplatz bis zur Rialtobrücke:

Wir wanderten vorbei an der Seufzerbrück, über den Markusplatz weiter durch die vielen Gassen, überquerten auf kleinen Brücken die Kanäle und ließen uns vom Touristenstrom treiben. Wir kauften uns in einem Cafe einen Kaba und Wasser und beobachteten die vorbeigehenden Leute. Jetzt kam auch die Sonne heraus und wir genossen die kleinen Gassen mit den vielen Geschäften. Venedig ist schon eine schöne Stadt, auch wenn sie überflutet von Touristen ist. Wir kamen zur Rialtobrücke um von dort in das Stadtviertel San Polo zu gehen.

Zurück zum Parkhaus und Heimreise:

Emma war schon müde und schlief in meinen Armen ein. Ich trug die kleine Maus durch halb Venedig, über Brücken, durch Gassen bis wir unser Parkhaus erreicht hatten. Puhhh schwitzte ich, mein Shirt war durchnässt :-) Wir zahlten läppische 35 Euro für die Parkgarage und setzten dann die Heimreise fort. Zuerst ging es ganz gut, aber dann kamen wir immer wieder in kürzere Stauabschnitte. Am Milstätter See machten wir Halt und gingen gemütlich zum Essen in einem Restaurant. Mittlerweile hatte das Wetter umgeschlagen und es regnete in Strömen und das Thermometer zeigte nur noch 13 Grad an. Gestern 40 Grad und heute 13 Grad :-) Nach der Pause fuhren wir weiter bis wir viele Staus später erst nach Mitternacht zu Hause ankamen :-)

Route Tag 14:

Fazit:

Das Fazit kann nur positiv ausfallen. Ein durch und durch gelungener Urlaub mit meinen Mädels. Korsika ist eine super schöne Insel, die alles bietet. Herrliche Touren zum Wandern, traumhafte Sandstrände, gemütliche Örtchen und viel Sonne. Das Wetter war ideal, fast immer perfekte Temperaturen. Leider sind 14 Tage doch zu kurz um die gesamte Insel zu sehen, aber wir kommen gerne wieder :-) Emma war begeistert vom Schwimmen im Meer und den kleinen Badegumpen in den Bergbächen. Auch ihren ersten Kletterpark und erste Kanufahrt hat die kleine Maus mit viel Spaß gemeistert. Die Kombination Gardasee mit Gardaland, Pisa, Korsika und zum Abschluss noch Venedig war sehr gelungen. Mit meinen zwei Mädels macht Urlaub zu 1000 Prozent riesig Spaß und Lust auf mehr :-)

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